Die Wiese

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Beschreibung

Verlagsbeschreibung

„Alles läuft ruhig und gewohnheitsmäßig auf der Wiese mit den blauen Blumen. Das Gras ist leuchtend grün, die Blumen sind blau und alle ungefähr gleich groß. Wenn einmal eine Blume anders aussieht trinkt sie Tinte und wird so blau wie die anderen. Aber eines Tages wächst eine Blume heran, die einfach nicht blau werden kann. Die Neue sieht anders aus und duftet anders. Zunächst haben die Blauen kein Verständnis- aber als sie sich auf die Neue einlassen, verzaubert sich die Wiese in einen Ort voller Farben und Lebendigkeit.“

Eine Geschichte über die Fülle und Vielfalt des Lebens, gegen Ausgrenzung und für den Mut zu sich selber zu stehen. Ein außergewöhnliches Kinderbuch mit wunderschönen Bildern, aktuell und berührend. © blOOturtle publishing

Diversitätsreflexivität des Produkts

Das Buch „Die Wiese“ von Susan Bagdach zeigt anhand einer fiktiven Gesellschaft von Blumen, welche Auswirkungen Normierung und Ausgrenzung haben können. Protagonist*in ist eine rote Blume, die sich anpassen muss, um zur blauen Blumengesellschaft dazuzugehören. Sie macht sich kleiner, duftet weniger und trinkt Tinte, bis es ihr immer schlechter geht. Erst die Erinnerung einer alten Blume an eine bunte Wiese lässt sie erkennen: „Du kannst doch immer nur Du selber sein, etwas anderes ist nicht möglich“ (Bagdach 2017). Die Blume beginnt, die bestehenden Normen zu hinterfragen (Dekonstruktion), steht zu ihrer Einzigartigkeit (Empowerment) und wird zum Vorbild für viele weitere Blumen. So leuchtet die ehemals blaue Wiese am Ende in den unterschiedlichsten Farben. Vielfalt und Individualität werden zur Normalität.
Eine spezifische Diversitätskategorie wird nicht angesprochen. Indem gesellschaftlich relevante Differenzkategorien wie Race*, Class und Gender auf fiktive, nicht-menschliche Figuren übertragen werden (Farbe, Größe, Duft), bleibt die Geschichte bedeutungsoffen und überlässt es den Lesenden, wie sehr sie sich mit ihr identifizieren. Darin liegt zugleich eine Leerstelle, denn konkrete Diskriminierungsformen werden nicht benannt.
Die Geschichte kann als Gesprächsanlass dienen, um über Zugehörigkeit, Anpassungsdruck und Ausgrenzung auch konkret in Bezug auf Body, Gender, Class und Race* zu sprechen. Fachkräfte benötigen dafür Wissen über die Macht gesellschaftlicher Normen, über Diskriminierung sowie über inklusive Gesellschaftsvorstellungen.

Zusätzliche Informationen

Autor*in

Susan Bagdach

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