Buch – Stromer von Sarah V. & Claude K. Dubois

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Beschreibung

Verlagsbeschreibung

WAS MENSCHLICHKEIT BEWIRKEN KANN
Stromer ist ein Wohnsitzloser, ein Obdachloser, ein Mann, der auf der Straße lebt. Nach eisigen Nächten sehnt er sich nach heißem Kaffee. Und er hat Hunger. Früher hatte er einmal Post ausgetragen. Das ist lange her. In der Wärmestube darf er sich für eine warme Mahlzeit anstellen. Dort nach seinem Namen gefragt, kann er sich nicht mehr erinnern, also zieht er weiter: müde, frierend und hungrig. Doch dann steht plötzlich ein kleines Mädchen vor ihm und hält ihm einen Keks hin. Und sie sagt: »Du siehst ja komisch aus. Wie ein Teddy!« Dieser Keks ist der beste Keks auf der Welt. Und am Abend in der Wärmestube weiß Stromer, was er antworten kann. Ein Bilderbuch, das einen Blick auf die Welt von Menschen ermöglicht, mit denen viele nichts zu tun haben wollen. © Moritz-Verlag

Diversitätsreflexivität des Produkts

Das Bilderbuch schildert den Alltag einer wohnungslosen Person. Stromer ist männlich, wie eine hohe Anzahl Wohnungsloser, und seine Geschichte wird einfühlsam erzählt. Damit wird die Diversitätskategorie Class thematisiert. Das Buch öffnet es den Blick für Lebensrealitäten, die sonst kaum gezeigt werden. Gerade mit Blick auf Armut und die Folgen, können so Kinder in Annahmen irritiert werden, dass diese selbstverschuldet sei und Empathie für wohnungslose Menschen entwickeln. Mit diesem Ansatz wird Normalisierung und Empowerment verfolgt. Wohnungslose Personen erhalten ein Gesicht, eine Geschichte. Die Dekonstruktion der Gründe für Wohnungslosigkeit und Armut in einem reichen Wohlfahrtssystem erfolgt nicht. Eine Bilderbuchbetrachtung, die auf Wissen über soziale Ausgrenzungsprozesse fußt, kann zum Nachdenken über Privilegien, gesellschaftliche Teilhabe und Diskriminierung anregen. Pädagogische Fachkräfte können in Gesprächen mit Kindern einerseits Empathie, aber auch Verständnis dafür vermitteln, dass nicht immer alles gerecht ist. Gleichzeitig sollten sie zu Selbstwirksamkeit anleiten, wie z.B. Dinge zu teilen, die sie viel besitzen oder auch im Stadtteil mit Einrichtungen kooperieren, um z.B. Spenden zu sammeln.

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