Beschreibung
Verlagsbeschreibung
Lilly kann nicht schnell laufen. Sie kann nicht auf Bäume klettern und auch noch nicht so gut sprechen. Aber Lilly lacht, wenn sie hoch bis zum Himmel schaukelt. Sie malt mit den Fingern wunderschöne bunte Bilder, und sie strahlt, wenn die Sonne scheint. Manchmal ist Lilly auch etwas langsam – aber ich lasse mir selbst gern Zeit. Und manchmal ist sie bockig – so wie ich. Lilly ist meine Schwester und ich habe sie lieb …
Unbefangen und herzerwärmend erzählt Irmgard Partmann von der kleinen Lilly mit dem Downsyndrom und ihrer großen Schwester, und macht deutlich, dass Liebe nichts mit Können oder Leistung zu tun hat. Lilly steht stellvertretend für andere Kinder mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung. Sie haben alle einen festen Platz in dieser Welt – in ihrer Familie, bei jedem von uns. © Coppenrath
Diversitätsreflexivität des Materials
Das Buch „Lilly gehört dazu“ greift die Kategorie Body über die Aspekte körperliche und geistige Behinderung auf und erzählt von der Beziehung zwischen zwei Schwestern. Lilly ist ein weibliches* Kind mit Trisomie 21, wobei dies nicht explizit genannt wird. Sie wird als „anders“ beschrieben, in ihrer Besonderheit dargestellt und kann repräsentativ für Menschen mit Behinderungen stehen. Die Geschichte der zwei Geschwister wird als innig und liebevoll dargestellt, gibt Lilly eine eigene aktive Position und normalisiert die Kategorie. Dieses Buch kann als Gesprächsanlass über Ableismus dienen und (betroffene) Kinder und auch Geschwister empowern. Für den Einsatz ist Wissen über Ableismus und die gesellschaftliche Konstruktion von Behinderungen bedeutsam. Auch ein reflektiertes Verständnis von Krankheit, Gesundheit und Behinderung ist hilfreich. Kinder können angeregt werden, Behinderungen nicht als Abwesenheit von Gesundheit oder Selbstständigkeit zu verstehen.





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